Mann sitzt nachdenklich im Gespräch – symbolisiert Offenheit und Vertrauen in der Beratung.

Zuhören verändert Leben – machen Sie mit!

Die Telefonseelsorge Mainz-Wiesbaden lebt vom Engagement ihrer Ehrenamtlichen. Rund 80 Menschen hören hier Tag und Nacht zu – am Telefon, im Chat oder im persönlichen Gespräch. Vielleicht passt das auch zu Ihnen?

Warum mitmachen?

Ehrenamt in der Telefonseelsorge heißt: Sie sind für andere da – und entdecken dabei oft auch neue Seiten an sich selbst.

  • Sie leisten einen wertvollen Beitrag für Menschen in Krisen.
  • Sie sind Teil einer starken Gemeinschaft.
  • Sie erhalten eine fundierte Ausbildung in Seelsorge und Gesprächsführung.
  • Sie entwickeln sich persönlich weiter – durch Begegnungen, Reflexion und Praxis.
Collage unterschiedlich alter Menschen – steht für Vielfalt und Gemeinschaft der Ehrenamtlichen

Werden Sie Teil eines starken Teams

1973 nahmen in Mainz und Wiesbaden die ersten Ehrenamtlichen das Telefon zur Hand, um Menschen in Krisen zu begleiten. Daraus ist eine starke Gemeinschaft gewachsen, die Tag und Nacht zuhört – am Telefon, im Chat oder im persönlichen Gespräch.
Getragen von evangelischer und katholischer Kirche, sind wir überkonfessionell und offen für alle. Was uns verbindet, sind Werte wie Verschwiegenheit, Respekt und Offenheit.

Wer kann mit­machen?

Unsere Ehrenamtlichen sind zwischen 30 und über 80 Jahre alt. Manche stehen im Beruf, andere sind schon im Ruhestand. Entscheidend ist nicht ihr Hintergrund – sondern ihre Bereitschaft zuzuhören.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Damit Sie in diesem Ehrenamt gut wirken können, braucht es bestimmte Fähigkeiten und Haltungen:

  • Belastbarkeit: Gespräche können sehr herausfordernd sein – wichtig ist, mit Unterstützung im Team damit umgehen zu können.
  • Einfühlungsvermögen: Viele Ratsuchende leben oder denken anders als Sie selbst. Offenheit hilft, sich darauf einzulassen.
  • Selbstwahrnehmung: Wer zuhört, bringt auch eigene Erfahrungen mit ein. Bereitschaft zur Reflexion ist Teil der Ausbildung.
  • Teamfähigkeit: Wir arbeiten nicht als Einzelkämpfer:innen, sondern in einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig trägt.
  • Offenheit für religiöse Fragen: Ein Bekenntnis wird nicht erwartet, aber die Bereitschaft, über Glauben ins Gespräch zu kommen.
  • Mindestalter: Bewerber:innen sollten zu Beginn der Ausbildung mindestens 25 Jahre alt sein.
Frau mit Headset spricht konzentriert – Sinnbild für das Zuhören in der Telefonseelsorge.

Die Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel ein Jahr und umfasst mindestens 150 Stunden. Sie verbindet Theorie und Praxis und wird von erfahrenen Seelsorger:innen begleitet.

Inhalte

  • Arbeit an der eigenen Persönlichkeit: Selbsterfahrung und Reflexion in der Gruppe
  • Gesprächsführung: Beziehungsgestaltung, Kommunikation in Krisen, Umgang mit Belastungen
  • Wissen: Einblick in wichtige Problemfelder (psychische Krisen, Beziehungen, Einsamkeit …)
  • Praxis: Begleitete Dienste und Austausch mit erfahrenen Mitarbeitenden

So läuft der Einstieg

  1. Informieren
    Sie lesen hier, was Ausbildung und Ehrenamt beinhalten – und prüfen für sich, ob es passen könnte.
  2. Kennenlernen
    Bei einem unserer Infoabende erfahren Sie mehr über Inhalte, Anforderungen und das Team.
  3. Bewerbung und Aufnahmegespräch
    In einem persönlichen Gespräch mit den Ausbilder:innen klären wir gemeinsam, ob der Kurs für Sie passt. Vor Ausbildungsbeginn gibt es außerdem einen Kennenlerntag mit der Gruppe.
  4. Start der Ausbildung
    Wenn beide Seiten überzeugt sind, beginnt Ihre Ausbildung. Die endgültige Entscheidung über eine Mitarbeit fällt nach Abschluss des Ausbildungsjahres.

Termine

Einmal im Jahr startet eine neue Ausbildungsgruppe. Sie lernen Schritt für Schritt, wie Sie Menschen in Krisensituationen begleiten.

  • Kennenlerntag nach den Auswahlgesprächen: 24. Januar 2026
  • Ausbildungsstart in Bingen: 6. bis 8. Februar 2026
  • Bewerbungsfrist: bis Mitte Januar 2026

FAQ – Häufige Fragen

Ist Ihre Frage vielleicht unten in der Auswahl nicht dabei? Wir beantworten sie gerne konkret per Mail. Bitte schreiben Sie an: mitarbeit@telefonseelsorge-mz-wi.de

Die Teilnahme an der Ausbildung ist in der Regel kostenfrei. Fahrten zu den Kursorten tragen die Teilnehmenden selbst.

Die Ausbildung erstreckt sich etwa über ein Jahr. Entscheidend ist die Mindestzahl von 150 Ausbildungsstunden.

Während der Ausbildung rechnen Sie mit etwa einem Abend pro Woche. Hinzu kommen das Startwochenende, ein zweitägiges Abschlusswochenende und einige Blockseminare freitags oder samstags. Nach dem Abschluss übernehmen Sie pro Monat durchschnittlich ca. 12 Stunden Dienst – inklusive etwa 1 Nachtschicht zu 4 Std. – am Telefon oder im Chat. Dazu kommt Supervision (ca. 90 Minuten monatlich) sowie mindestens eine Fortbildung pro Jahr.

Ja. Gerade in der Nacht suchen viele Menschen in akuten Krisen ein offenes Ohr. Deshalb gehört es zum Ehrenamt, auch Nachtschichten zu übernehmen.

Nein. Wir sind ökumenisch getragen, aber offen für alle, die zuhören möchten. Entscheidend ist die Bereitschaft, Menschen in Not ernst zu nehmen – auch dann, wenn Glaube für sie eine Rolle spielt.

Gespräche können belastend sein. Was als schwer erlebt wird, ist jedoch individuell verschieden. Wichtig: Sie sind nicht allein. Supervision, Weiterbildung und die Begleitung durch Hauptamtliche geben Sicherheit, auch mit herausfordernden Situationen gut umzugehen.

Nach erfolgreichem Abschluss übernehmen Sie Dienste in Telefon oder Chat – eingebettet in ein starkes Team und begleitet durch regelmäßige Supervision.

Mit dem Beginn des Ehrenamts verpflichten Sie sich zu:

  • ca. 12 Stunden Dienst pro Monat
  • rund 12 Nachtschichten zu 4 Std. pro Jahr
  • regelmäßiger Supervision (zunächst alle zwei Wochen, später alle drei Wochen)
  • mindestens zwei Jahren Mitarbeit
    Außerdem gilt die Schweigepflicht – auch darüber hinaus, falls Sie die Mitarbeit später beenden.

Ja, mailen Sie uns oder rufen Sie uns an. Wir informieren Sie gerne, senden Ihnen auf Wunsch die Unterlagen zu und lernen uns dann gegebenenfalls im Auswahlgespräch kennen. Erst danach entscheiden Sie sich.

Was das Ehrenamt zurückgibt

Wer zuhört, verändert nicht nur das Leben anderer – sondern auch das eigene. Unsere Ehrenamtlichen berichten, wie sie durch die Telefonseelsorge Sinn finden, Gemeinschaft erleben und persönlich wachsen.

Das sagen unsere Ehrenamtlichen

Sinn stiften: „Nach meinem Ruhestand wollte ich etwas tun, das wirklich Bedeutung hat. In jedem Gespräch spüre ich: Das, was ich gebe, macht einen Unterschied.“

Gemeinschaft erleben: „Das Schönste ist das Miteinander. Wir tragen einander – in den Diensten, in den Supervisionen und auch im Alltag. So viel Nähe hatte ich nicht erwartet.“

Persönliche Entwicklung: „Durch die Ausbildung habe ich mich selbst besser kennengelernt. Das Zuhören hat meinen Blick auf Menschen verändert – und auch auf mich.“

Trost empfangen, indem man Trost gibt: „Es klingt paradox, aber wenn ich anderen beistehe, fühle ich mich selbst getröstet. Dieses Ehrenamt gibt mindestens so viel zurück, wie ich investiere.“

Flexibler Einsatz, tiefe Wirkung: „Trotz Beruf und Familie finde ich Raum für meine Dienste. Es tut gut zu erleben, dass schon wenige Stunden im Monat so viel bewirken können.“

Jetzt bewerben

Sie möchten den nächsten Schritt gehen? Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail:

Wir melden uns persönlich bei Ihnen, senden Ihnen die Bewerbungsunterlagen zu und beantworten gerne Ihre ersten Fragen. Ihre Angaben behandeln wir selbstverständlich vertraulich.

Zuhören verändert Leben – das der Ratsuchenden und oft auch das eigene. Wenn Sie sich mit uns auf diesen Weg machen, werden Sie Teil einer Gemeinschaft, die trägt, stärkt und Hoffnung schenkt.

Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.